ERP-System – Was ist das?

Aufgrund ständig neuer Herausforderungen auf dem ERP-Markt sehen sich die Hersteller von ERP-Systemen mit steigenden Anforderungen an die Software-Lösungen konfrontiert. Für Unternehmen ist es heute essentiell, dass ERP-Programme mit ihren individuellen Bedürfnissen Schritt halten können. Ein modernes ERP-System muss demnach dazu in der Lage sein, betriebsinterne Prozesse optimal abzubilden. Nur so kann es langfristig effiziente Geschäftsabläufe sicherstellen. Nutzen Firmen eine passgenaue und leistungsstarke Software-Lösung im Bereich Enterprise Resource Planning, können sie sich damit jederzeit einen perfekten Überblick über die aktuelle Entwicklung in ihrem Betrieb verschaffen. Dank zahlreicher effizienter Werkzeuge können ERP-Systeme sogar ein klarer Wettbewerbsvorteil für Betriebe sein.

Inhaltsverzeichnis dieser Seite

  1. Vorteile von ERP-Systemen für Unternehmen

  2. Aufbau von ERP-Systemen

  3. ERP vs. CRM - die wichtigsten Gemeinsamkeiten und Unterschiede

  4. Module und Funktionen von ERP-Software

  5. ERP-Lösungen für verschiedene Branchen

  6. Übersicht unterschiedlicher ERP-Systeme

  7. Vorstellung unterschiedlicher ERP-Anbieter

  8. Anforderungen an ERP-Systeme nach Unternehmensgröße

  9. On-Premise-ERP vs. Cloud-ERP

  10. Open Source ERP

Warum ist es für Unternehmen vorteilhaft, eine ERP-Software-Lösung einzusetzen?

Setzen Firmen ein ERP-System ein, bietet es ihnen die Möglichkeit, um in verschiedenen Unternehmensbereichen produktiver zu arbeiten. Gleichzeitig reduzieren sie ihren manuellen und administrativen Aufwand um ein Vielfaches. Anwender der Business-Tools profitieren von einer ganzen Reihe weiterer ERP-System Vorteile:

ERP-Systeme sind dazu in der Lage, viele unternehmensinterne Prozessabläufe optimal abzubilden. Workflows und viele Arbeitsschritte werden automatisiert, sodass Firmen ihre Effizienz und Produktivität damit deutlich steigern. Außerdem eröffnen ERP-Systeme dem Management neue Chancen: Mit Hilfe von Business Tools können die wichtigsten Kennzahlen der einzelnen Teams oder der Geschäftsführung überwacht werden. Damit verfügen Betriebe über alle nötigen Informationen, um effektiv zu planen. Wichtige strategische Entscheidungen können so ebenfalls leichter getroffen und durchgesetzt werden.

Wie genau kann man sich den ERP-System-Aufbau vorstellen?

Jedes Unternehmen nutzt in der Regel andere Ressourcen. Dementsprechend haben Anwender von ERP-Systemen auch unterschiedliche Anforderungen an die Business Tools. Aus diesem Grund stellen zahlreiche ERP-Anbieter mittlerweile Lösungen zur Verfügung, die modular aufgebaut sind. Das bedeutet konkret, dass Betriebe immer nur genau die Module und Funktionen käuflich erwerben bzw. mieten, die sie gerade benötigen. Zu den gängigsten Modulen von ERP-Systemen gehören:

Module von Enterprise Resource Planning

Alle Module, die den jeweiligen Geschäftsbereich abdecken, sind über die zentrale Datenbank des ERP-Systems miteinander verbunden. Dank der gemeinsamen Datenbasis und der unternehmensweiten Konsolidierung aller relevanten Informationen können alle Firmen-Ressourcen über sämtliche Geschäftsebenen hinweg effizient geplant, gesteuert und kontrolliert werden. Da der ERP-System-Aufbau außerdem individuell an die Bedürfnisse von Betrieben aus den unterschiedlichsten Branchen angepasst werden kann, bedeutet das für die meisten Firmen einen entscheidenden Kostenvorteil.

ERP vs. CRM: Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Business Tools

Während ERP für Enterprise Resource Planning steht, bedeutet die Abkürzung CRM Customer Relationship Management. Beide Anwendungen sind beliebte Business Tools, die in Unternehmen unterschiedlicher Größe zum Einsatz kommen. Sowohl ERP- als auch CRM-Systeme spielen eine immer wichtigere Rolle, denn sie bieten überzeugende Vorteile:

Je nach Größe, Wirtschaftszweig und/oder Budget setzen Firmen oft unterschiedliche Lösungen ein, um ihren Geschäftsalltag zu planen und zu organisieren. Viele Betriebe stellen sich daher die Frage, was mehr Sinn macht: Ein ERP-System verwenden und auf CRM-Software verzichten? Oder doch besser auf beide Lösungen setzen? ERP vs. CRM – welches System bietet wann den besseren Mehrwert? Und wie werden die Anwendungen richtig eingesetzt?

Customer Relationship Management (CRM)

Um ihren Erfolg zu steigern, sollten Unternehmen ihre Arbeit idealerweise auf langfristige Kundenbeziehungen ausrichten. Das Verwalten dieser Kundenbeziehungen wird auch als Customer Relationship Management (CRM) – zu Deutsch Kundenbeziehungsmanagement oder Kontaktmanagement – bezeichnet. CRM-Anwendungen sollen Firmen beispielsweise bei diesen Prozessen unterstützen:

Spezifische CRM-Software kann hier eine hilfreiche Struktur vorgeben und standardisierte Arbeitsvorgänge gewährleisten. Ihr Vorteil liegt in einer effizienteren Kundenbetreuung und -pflege bestehender Kundenbeziehungen. Langfristig sorgt das für eine Optimierung der Verkaufsbeziehungen. Da die Neukundengewinnung außerdem sieben bis zehn Mal teurer ist, als bestehende Kunden zu halten, bedeutet ein entsprechendes Programm auf Dauer eine große Kosteneinsparung.

Enterprise Resource Planning (ERP)

Im Gegensatz zu klassischer CRM-Software – welche ausschließlich auf ein möglichst effizientes Kontaktmanagement ausgelegt ist – werden in einem ERP-System alle Ressourcen geplant, gesteuert und kontrolliert, welche für die Erreichung der Unternehmensziele wichtig sind. Dementsprechend sammelt das System ebenfalls sämtliche Daten, die Kunden und deren Transaktionen betreffen oder eine Schnittstelle zu ihnen darstellen, wie beispielsweise:

Alle Daten werden in der zentralen ERP-Datenbank gespeichert. Anschließend können sie vom System integriert und aufbereitet werden, sodass alle relevanten Informationen überall innerhalb des Betriebs zur Verfügung stehen. Die Ergebnisse ermöglichen Vertrieb, Marketing und Kundenservice eine umfassende Analyse der Geschäftsabläufe oder abteilungsinterner Prozesse. Diese Option zur spezifischen Auswertung einzelner Abläufe kann – bei der richtigen Nutzung – langfristig eine professionelle Kundenpflege sicherstellen.

ERP-System vs. CRM – Worin unterscheiden sich die Programme?

Trotz vieler Gemeinsamkeiten gibt es einige Unterschiede zwischen ERP und CRM. Beide Business-Tools verfolgen grundsätzlich verschiedene Ansätze. Während ein CRM sich hauptsächlich mit Kundenbeziehungen beschäftigt, richten ERP-Systeme sich auf die gesamten Prozesse eines Unternehmens. Die Anwendungen unterstützen daher unterschiedliche Geschäftsbereiche und Einsatzorte:

  1. Ein CRM-System ist in erster Linie für die Arbeit und Kommunikation mit Kunden zuständig. Verwendung finden CRMs daher beispielsweise im Marketing, wo Sie zur Erkennung von Potenzialen in der Lead-Generierung verwendet werden, aber natürlich auch in Abteilungen wie Vertrieb oder im SCM (Supply-Chain-Management). Mitarbeiter können sich dank eines CRM einen guten Überblick über alle bestehenden Kontakte verschaffen.

  2. Der Fokus von ERP-Software liegt nicht auf der Pflege der Kundenbeziehungen, sondern richtet sich vielmehr auf den Workflow hinter den Kulissen und die gesamtheitliche Betrachtung der Unternehmensprozesse. Es geht primär darum, Abläufe in Business-Bereichen wie Warenwirtschaft, Personal- und Rechnungswesen oder Controlling effizienter zu gestalten.

ERP-System vs. CRM – Was sind die Vorteile einer Verknüpfung?

Setzen Firmen lediglich eines der beiden Systeme ein, arbeiten sie nur halb so effizient wie beim gemeinsamen Einsatz von ERP- und CRM-System. Mit einer Kombination aus beiden Tools können Betriebe wichtige Prozesse unternehmensweit optimieren. ERP und CRM ohne Integration nebeneinander zu verwenden, ist daher nicht sinnvoll. Stattdessen sollten sich beide Systeme gegenseitig unterstützen und miteinander kommunizieren können. Daher eröffnet vor allem eine Kopplung von ERP und CRM viele neue Vorteile:

Während das ERP-System alle wichtigen Daten bereitstellt, ist das CRM-System zusätzlich dazu in der Lage, diese im Detail zu analysieren. Hiervon kann beispielsweise der Vertrieb profitieren. Mit Hilfe von Auswertungen zum Kaufverhalten seiner Kunden kann er gezielter agieren und wichtige Erkenntnisse gewinnen. Weiterhin hat die Geschäftsführung auf Basis all dieser Informationen die Möglichkeit, Entscheidungen bewusster zu treffen und langfristig besser zu planen.

Module und Funktionen von ERP-Software im Überblick

In der Vergangenheit nutzten Unternehmen Enterprise Resource Planning vorrangig, um einfache wiederkehrende Aufgaben im Hinblick auf die tägliche Geschäftsroutine zu automatisieren. Mit der Zeit nahm die Komplexität der verschiedenen System-Lösungen allerdings immer mehr zu, da gleichzeitig auch die Anforderungen an ein ERP-System gestiegen sind. Mittlerweile nimmt ERP-Software den Stellenwert eines umfassenden Business-Tools ein. Dieses ermöglicht es, alle relevanten Geschäftsprozesse optimal zu unterstützen. Hierfür wurden die Anwendungen um weitere Module und ERP-Funktionen erweitert. Moderne ERP-Programme umfassen heute folgende Basis-Module:

Basis-Module eines ERP-Systems

Meist sind die verschiedenen Module von ERP-Software mit bereichsübergreifenden Funktionen ausgestattet. Diese wiederum werden über die zentrale ERP-Datenbank, die dem System zugrunde liegt, miteinander verknüpft. So ist eine effiziente Prozessplanung, -steuerung und -kontrolle über alle Ebenen und Abteilungen eines Unternehmens hinweg gewährleistet.

Warenwirtschaft und Logistik

Eine moderne ERP-Lösung besitzt ein Modul für Warenwirtschaft (WaWi) und Logistik. Zu diesem Anwendungsbereich gehören unter anderem Funktionen für folgende Aufgaben:

Außerdem stellen ERP-Systeme in den Bereichen Lager und Logistik häufig praktische Sonderfunktionen für die Produktionsplanung und -steuerung, sowie zur Beschaffung und Disposition zur Verfügung. In Kombination sorgen sie für eine effiziente Lagerhaltung und eine präzise Lagerübersicht.

Produktion

Die Produktion gehört zumindest in Industriebetrieben zu den Kernbereichen. Das Aufgabenspektrum dieses Bereichs lässt sich in einem weiteren wichtigen Basis-Modul von ERP-Software abbilden. Zu den wichtigsten Grundlagen-Funktionen eines ERP-Systems für die Produktion gehören unter anderem:

Da die Produktionsplanung und -steuerung (PPS) ein wichtiger Bestandteil von Unternehmenssoftware ist, besitzt ERP-Software für die Produktion Schnittstellen mit vielen anderen Geschäftsbereichen – beispielsweise mit dem Verkauf oder der Beschaffung.

Finanzen

ERP-Software kann Betrieben ebenso im Finanz- und Rechnungswesen zahlreiche Arbeiten abnehmen oder vereinfachen. Meist sind im entsprechenden Modul Funktionen für folgende Aufgaben vorhanden:

Moderne ERP-Programme erleichtern Ihnen daher die tägliche Arbeit in der Buchhaltung um ein Vielfaches. Durch Vereinheitlichung und Automatisierung der Abläufe sparen Sie erheblichen Arbeitsaufwand.

Personalwesen

Die meisten ERP-Programme besitzen außerdem ein Basis-Modul, das die Abteilungen Lohnbuchhaltung und Human Resources (HR) abdeckt. Mit Hilfe spezieller Funktionalitäten ist eine effiziente Mitarbeiterverwaltung in Ihrem Business sichergestellt. Hier einige Beispiele:

Außerdem beinhaltet ERP oft eine eigene Zeiterfassung, mit der Sie Sie sämtliche Arbeits-, Personal- und Maschinenzeiten übersichtlich verbuchen können.

ERP-Programme: Praktische Zusatz-Module und weitere Features

Der Leistungs- und Funktionsumfang von ERP-Software nimmt immer weiter zu. Wenn Sie ein Programm für Ihr Unternehmen anschaffen, können Sie aus weiteren Zusatz-Modulen mit vielen hilfreichen Funktionalitäten wählen:

Moderne Online-ERP-Lösungen beinhalten heutzutage meist die grundlegenden Features eines CRM-Programms. ERP-Programme sind oft bereits in den Bereichen Vertrieb, Marketing und Service mit entsprechenden Funktionen zum Kundenbeziehungsmanagement ausgestattet. Durch das Zusammenspiel der Funktionalitäten ist schließlich gewährleistet, dass das System alle wichtigen Daten sammeln kann, welche eine Schnittstelle zu Ihren Kunden darstellen. Da Sie also von einer engeren Anbindung und einem reibungslosen Datenaustausch mit Kunden profitieren, können Sie eine bessere Betreuung sicherstellen und Ihren Service optimieren.

Außerdem ermöglichen moderne ERP-Systeme mit Zusatz-Modulen für Projektmanagement und Controlling den Aufbau eines effizienten und zuverlässigen Informationssystems. Wenn Sie dieses regelmäßig und zielgerichtet einsetzen, profitieren Sie dementsprechend von einer optimalen Grundlage für strategische Unternehmensentscheidungen.

Darüber hinaus gibt es einige praktische bereichsübergreifende ERP-Funktionen:

Dank dieser riesigen Bandbreite an Modulen und Funktionen sind die Hersteller von ERP-Software heute in der Lage vollständig integrierte Systeme anzubieten.

Welche Branchen können ERP-Lösungen einsetzen?

Aufgrund der vielen Vorteile von Enterprise-Resource-Planning-Systemen wird schnell klar, dass sich die Frage nach der Relevanz einer entsprechenden Business-Software - selbst bei kleinen Unternehmen - erübrigt. Da ERP-Systeme Betriebe in ihrer Gesamtheit abbilden können, sind sie aus der heutigen Entscheidungspraxis nicht mehr wegzudenken und in Unternehmen unterschiedlichster Größe und Struktur zu finden. Denn: Jede Firma kann vom Einsatz einer modernen ERP-Lösung profitieren. Diese kann Ihnen allerdings nur dann den gewünschten Erfolg bringen, wenn sie die branchenspezifischen Anforderungen Ihres Unternehmens perfekt abdeckt und Prozesse effizient automatisiert.

Wie hoch ist die Branchenabdeckung von ERP-Lösungen innerhalb verschiedener Wirtschaftszweige?

Betrachtet man die Abläufe der Geschäftsprozesse von Firmen aus verschiedenen Wirtschaftszweigen, wird deutlich, dass es hier häufig große branchenabhängige Unterschiede gibt. Ein Maschinenbauunternehmen arbeitet beispielsweise anders als ein Service-Betrieb, der eine ERP-Software in den Bereichen e-Commerce bzw. ein ERP speziell für E-Business sucht. Deshalb ist es essentiell, dass sich ERP-Software den Anforderungen jeder Firma grundsätzlich individuell anpassen kann.

Betriebe, die sich für den Einsatz einer ERP-Lösung entschieden haben, nutzen mittlerweile hauptsächlich Standardsoftware. Diese bietet neben ihrem modularen Aufbau den Vorteil, dass jederzeit nach Belieben verschiedene Erweiterungen hinzugebucht werden können. So sind die Programme dazu in der Lage, auch branchenspezifische Anforderungen von Firmen aus unterschiedlichen Wirtschaftszweigen optimal abzudecken. Verschiedene Produkt-Vergleiche zeigen, dass heute ca. 73 % der auf dem Markt erhältlichen ERP-Systeme branchenneutral einsetzbar sind.

Zu den stark vertretenen Zielgruppen von ERP-Lösungen zählen zum Beispiel folgende Branchen:

Fertigung
Fertigung
Handel
Handel
Dienstleisung
Dienstleistung

Mehr als 60 % der ERP-Software-Lösungen auf dem Markt sind dazu in der Lage, die speziellen Bedürfnisse des Maschinenbaus und des Handels abzudecken. Zudem profitieren folgende Wirtschaftszweige von einer hohen Branchenabdeckung:

Metallverarbeitung
Metallverarbeitung
Elektroindustrie
Elektroindustrie
Anlagenbau
Anlagenbau

Vor allem der Industriesektor rückt hier in den Mittelpunkt. 78% dieses Wirtschaftszweiges können durch ERP-Lösungen erreicht werden. In anderen Bereichen - wie zum Beispiel der Logistik, dem Handwerk oder im Baugewerbe - fällt die Branchenabdeckung von ERP-Software hingegen niedriger aus. In den Branchen, die von einer geringeren Abdeckung betroffen sind, lässt sich ebenfalls beobachten, dass überwiegend zu branchenneutraler Business-Software gegriffen wird.

Branchenabdeckung von ERP-Lösungen

Branchenabeckung von ERP-Lösungen

Welche Möglichkeiten habe ich, um eine höhere Branchenabdeckung von ERP-Lösungen zu erreichen?

Sie möchten eine noch bessere Branchenabdeckung von ERP-Software in Ihrer Firma erreichen? Dann haben Sie die Möglichkeit, in spezielle Branchensoftware zu investieren. Hierbei handelt es sich meist um besondere Programm-Erweiterungen, welche die Hersteller zusätzlich zur herkömmlichen Standardsoftware aus ihrem Produkt-Portfolio anbieten. Oft werden solche ERP-Lösungen von Partner-Unternehmen entwickelt, die über fundiertes Fachwissen in speziellen Wirtschaftsbereichen verfügen:

Durch den Einsatz von Branchensoftware können Sie Ihre ERP-Lösung also optimal an die Besonderheiten Ihres jeweiligen Wirtschaftszweiges anpassen. So können Sie sicherstellen, dass Ihre Bedürfnisse erfüllt werden und sich die Investition in ein ERP-System auch lohnt.

ERP-Systeme-Übersicht: Welche Business-Software passt zu mir und meinem Unternehmen?

Seit einigen Jahren werden ERP-Systeme in Firmen unterschiedlichster Größen und Branchen erfolgreich eingesetzt. Da die ERP-Auswahl in der Vergangenheit immer größer wurde, ist der Markt mittlerweile relativ unübersichtlich. Deshalb gar nicht so einfach, ein passendes ERP-Programm zu finden, welches die Bedürfnisse des eigenen Unternehmens optimal abdeckt. Im Folgenden geben wir Ihnen eine umfassende ERP-Systeme-Übersicht über relevante Hersteller und einige Beispiele leistungsfähiger ERP-Software-Produkte.

ERP-Übersicht über bekannte Systeme

Einige der bekanntesten Hersteller, welche im Software-Vergleich moderne und leistungsfähige ERP-Software anbieten, können Sie der folgenden ERP-System-Liste entnehmen:

Eine ERP-Auswahl zu treffen, fällt den wenigsten Betrieben leicht. Das Programm soll schließlich alle wichtigen Geschäftsprozesse des Unternehmens so umfassend wie möglich abdecken. Wer die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung hat, kann auf die ERP-Lösungen großer Anbieter wie SAP, Microsoft oder Oracle für sein Business zurückgreifen. Für kleine und mittlere Firmen sind diese Provider allerdings oft zu teuer oder zu komplex aufgebaut und somit für viele KMU überdimensioniert.

Kleine Betriebe und Firmen aus dem Mittelstand greifen aus diesen Gründen vermehrt zu einfacher aufgebauten Software-Produkten, die sie besser auf die individuellen Bedürfnisse ihres Unternehmens anpassen können. Insbesondere Anbieter wie SAGE, Scopevisio, weclapp und viele weitere konnten sich in den letzten Jahren dank Ihres Produkt- und Modulangebots einen Namen auf dem ERP-Markt machen und große Erfolge verbuchen. Die Hersteller beweisen: Wenn es um Enterprise Resource Planning geht, müssen Unternehmen nicht zwingend zu Produkten von großen Anbietern wie SAP, Microsoft oder Oracle greifen.

Software-Lösungen, Unternehmensportfolio und Besonderheiten verschiedener ERP-Anbieter im Überblick

In der folgenden Übersicht stellen wir Ihnen einige bekannte Unternehmenssoftware-Beispiele im Bereich Enterprise Resource Planning vor. Mit Hilfe unseres umfangreichen Business-Software-Führers können Sie auf einen Blick erkennen, welcher ERP-Softwareanbieter und welche Lösungen für Sie und Ihr Unternehmen in Frage kommen.

Klicken Sie sich durch die unterschiedlichen ERP-Anbieter, um mehr zu erfahren:

enfore
SAGE
SAP
DATEV
weclapp
myfactory
Infor
Microsoft
Scopevisio
Asseco
Oracle
abas
proALPHA

Anforderungen an ERP-Software abhängig von der Unternehmensgröße

Wenn Sie auf der Suche nach einem geeigneten ERP-System für Ihre Firma sind, sollten Sie in erster Linie darauf achten, dass die Business-Software zur Organisation, Struktur und Größe Ihres Unternehmens passt. Sie sollten sich daher direkt mit dem Leistungsumfang, den Funktionen und den Prozessen, die abgebildet werden müssen, beschäftigen. Nur so können Sie die ideale Lösung für Ihre Unternehmensstruktur finden.

In den vergangenen Jahren konnten nicht nur große Konzerne von den vielen Vorteilen einer ERP-Implementierung profitieren. Mittlerweile gibt es auf dem Markt immer mehr ERP-Lösungen für den Mittelstand und kleine Betriebe. Diese sind auf die Bedürfnisse von KMU ausgerichtet und helfen diesen dabei, ihre Geschäftsprozesse wesentlich effizienter zu planen, zu steuern und einheitlich abzubilden.

Welche ERP-Systeme gibt es für kleine Unternehmen, den Mittelstand und große Konzerne?

Jedes Unternehmen stellt unterschiedliche Anforderungen an ein ERP-System. Dementsprechend benötigen kleine Unternehmen auch andere ERP-Lösungen als Großkonzerne. Früher waren entsprechende ERP-Systeme in erster Linie auf die Bedürfnisse größerer Unternehmen zugeschnitten und dementsprechend komplex und umfangreich aufgebaut. Allerdings ist die Zahl der erhältlichen ERP-Lösungen für den Mittelstand und Kleinunternehmen innerhalb der letzten Jahre rasant angestiegen und der Markt entsprechend stark gewachsen. Dadurch ist gewährleistet, dass heutzutage jede Firma eine passende Enterprise-Resource-Planning-Software für ihren individuellen Einsatzzweck finden kann.

Grundsätzlich stellt jeder ERP-Anbieter unterschiedliche ERP-Programmpakete mit je eigenem Leistungs- und Funktionsumfang zur Verfügung. Allerdings haben die meisten modernen ERP-Software-Lösungen – egal ob für KMU oder große Konzerne – einen entscheidenden Punkt gemeinsam: Sie sind modular aufgebaut. Somit können Betriebe mit unterschiedlichen Anforderungen an ERP-Programme grundsätzlich aus verschiedenen Modulen und Funktionen wählen, um die Business-Software ihren individuellen Bedürfnissen anzupassen. So findet jede Firma leicht eine passende ERP-Lösungen für ihre eigenen Zwecke und kann aus den einzelnen Modulen das passende ERP-Paket für sich zusammenstellen

Trotzdem gibt es ERP-Software, die sich aufgrund ihres überschaubareren Umfangs grundsätzlich eher für Kleinunternehmen eignet, während umfangreichere ERP-Software-Programme besser auf den Mittelstand oder Konzerne ausgerichtet sind. Speziell für große Unternehmen und Konzerne bieten sich beispielsweise die Produkte folgender Hersteller an:

ERP-Lösungen für den Mittelstand, die sich den Bedürfnissen von KMU individuell anpassen lassen, stellen unter anderem folgende Provider zur Verfügung:

Unabhängig davon sind Cloud-Programme als ERP-Software-Lösungen für kleine Unternehmen ideal. Die webbasierten Systeme werden den Anforderungen kleinerer Betriebe an ein ERP-System sehr gut gerecht. Das liegt daran, dass diese sich in der Regel durch einen gestrafften Leistungsumfang sowie eine übersichtliche und funktionale Software-Oberfläche auszeichnen. So bleiben alle Strukturen klar und einfach und helfen Ihnen beim Einstieg in die neue ERP-Software. Der Vorteil: Sie brauchen kein ERP-Experte zu sein, um das System bedienen zu können. In einem ERP für KMU finden Sie sich schneller zurecht, als in einem komplexen ERP wie SAP.

Zudem eignen sich Cloud-Lösungen perfekt für den Einsatz unterwegs. Damit kommen sie ebenfalls als ERP-Lösung für Startups und Kleinstunternehmen in Frage, die viel unterwegs sind oder von unterschiedlichen Standorten flexibel arbeiten. Bekannte Cloud-ERP-Anbieter für kleine und mittelständische Betriebe wie beispielsweise Scopevisio, myfactory oder deltra orgaMAX stellen in ihrem Produkt-Portfolio leistungsfähige Online-Lösungen zur Verfügung.

In der folgenden Übersicht sehen Sie, welche Anbieter für welche Unternehmensgrößen geeignet sind:

Kleinbetriebe
mittelständische Unternehmen
große Konzerne
Enfore
SAGE
SAP
DATEV
weclapp
myfactory
Infor
Microsoft
Scopevisio
Asseco Applus
Oracle
abas
proALPHA
kameon
deltra
faveo
WaWision

Welche Betriebe profitieren von einer modernen Unternehmenssoftware?

Jedes Unternehmen, das in eine ERP-Software investiert – egal ob klein, mittelständisch oder groß – kann grundsätzlich gleichermaßen vom Einsatz einer modernen Business-Lösung profitieren. Insbesondere der zunehmende Konkurrenzdruck im Mittelstand bringt immer mehr KMU dazu, ERP-Lösungen in ihrer Firma einzuführen um im Wettbewerb zu bestehen und technisch gleichauf mit der Konkurrenz zu sein. Leistungsfähige Programme können den Mittelstand und Kleinbetriebe hervorragend dabei unterstützen, ihre Geschäftsprozesse zu automatisieren und flexibel auf aktuelle Anforderungen im Bereich ERP zu reagieren.

Modular aufgebaute ERP-Lösungen für KMU, welche kleine und mittelständische Unternehmen passgenau auf ihre individuellen ERP-Anforderungen zuschneiden können, können meist auch problemlos mit einem Betrieb mitwachsen. Dementsprechend profitieren ebenfalls schnell wachsende Firmen wie Startups vom Einsatz eines ERP-Systems. Dank ihres modularen Aufbaus und ihrer Skalierbarkeit können aktuelle ERP-Programme also so gut wie jede Unternehmensform und -größe unterstützen. Zentralisieren Sie Ihre Daten in einem ERP und nutzen Sie detaillierte Auswertungsmöglichkeiten zur Produktentwicklung, Kostenreduzierung, Kundenbindung uvm.

On-Premise-ERP vs. Cloud-ERP: Vorteile und Nachteile beider System-Varianten

Sie sind sich nicht sicher, ob On-Premise ERP-Software oder ein Cloud-ERP besser zu Ihrem Unternehmen passt? Beide System-Varianten sind per se dazu in der Lage, Sie optimal dabei zu unterstützen, die Geschäftsprozesse innerhalb Ihres Betriebs zu automatisieren. Aus diesem Grund lässt sich die Frage nach dem perfekten ERP-System für die eigene Firma auch nicht pauschal beantworten. Beide Programm-Modelle zeichnen sich im unmittelbaren Vergleich durch unterschiedliche Vor- und Nachteile aus, die Sie selbst für sich bewerten und in Ihre Entscheidung mit einbeziehen können.

Was unterscheidet On-Premise-ERP und Cloud-ERP voneinander?

Ein On-Premise-ERP ist eine serverbasierte Enterprise-Resource-Planning-Software, die Sie auf eigener Hardware betreiben und lokal auf Ihren Firmen-Rechnern installieren. Dementsprechend müssen Sie für die Inbetriebnahme eines On-Premise ERP-Systems entweder ein eigenes Rechenzentrum innerhalb Ihrer Firma einrichten oder alternativ Server in einem externen Rechenzentrum eines speziellen Providers anmieten.

Im Gegensatz dazu zeichnet sich ein Cloud-ERP dadurch aus, dass Sie die Business-Software in Form einer Dienstleistung zur Miete anschaffen. Das bedeutet, dass Ihnen entsprechende Cloud-ERP-Anbieter zur Inbetriebnahme ihrer Systeme die benötigte Hardware zur Verfügung stellen. Weiterhin kümmern sich die Provider ebenfalls um Wartung, Reparaturen und Updates der Online-ERP-Programme. Dieses Modell wird auch Software-as-a-Service – kurz SaaS – genannt.

Die überzeugendsten Vor- und Nachteile von On-Premise-ERP vs. Cloud-ERP

On-Premise-ERP
  • Alleinige Kontrolle über On-Premise-ERP

  • Keine Abhänigkeit von externen ERP-Anbietern

  • Individuelle Anpassbarkeit and die firmeninternen Anforderungen

  • Einmaliger Kauf einer Lizenz, danach geht die Software in Ihren Besitz über

  • Alleinige Verantwortung für die Datensicherheit

  • Hohe Anfangskosten für den Aufbau einer eigenen IT-Infrastruktur

  • Alleinige Haftung, falls die Software Probleme macht oder nicht richtig arbeitet

  • Schulung bzw. Einstellung von geeignetem IT-Fachpersonal nötig

  • Alleinige Verwantwortung für Inbetriebnahme, Wartung, Reparaturen, Updates etc.

Cloud-ERP
  • Kein Aufbau einer eigenen IT-Infrastruktur notwendig

  • Kein eigenes IT-Fachpersonal nötig

  • Uneingeschränkter Zugriff aufdie Cloud -auch von unterwegs und von Mobilgeräten

  • Planbare Kosten, da alle Leistungen (z. B. Inbetriebnahme, Wartung etc.) in einer monatlichen Pauschale bezahlt werden

  • Aufwand für Inbetriebnahme des ERP-Systems wird auf ein Minimum reduziert

  • Starke Abhängigkeit von entsprechenden ERP-Anbietern

  • Zugriff auf wichtige Unternehmensdaten lediglich über das Internet möglich

  • Mobile Datensicherheit erweist sich aktuell noch als fehleranfällig

  • Datensicherheit kann in externen Rechenzentren niemals zu 100% garantiert werden

Welche System-Variante kommt am besten für mein Unternehmen in Frage?

Eine On-Premise ERP-Lösung ist optimal für Sie, wenn…
  • Sie sich ungern von einem externen ERP-Anbieter abhängig machen.

  • Sie in Ihrem Betrieb bereits über eine entsprechende IT-Infrastruktur sowie über kompetentes IT-Fachpersonal für Inbetriebnahme und Wartung aller System-Komponenten verfügen.

  • Sie Ihre Business-Software jederzeit an die individuellen Anforderungen Ihrer Firma anpassen sowie Programm-Erweiterungen einfacher und schneller umsetzen möchten.

In erster Linie greifen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Konzerne mit einem größeren Budget auf On-Premise ERP-Software zurück.

Beispiele für namhafte On-Premise ERP-Systeme sind:

  • Sage x3

  • DirectOne Business

  • TOPIX ERP

  • Microsoft Dynamics 365

  • Microsoft Dynamics NAV

  • MiCLAS

  • SIVAS.360 ERP

  • Concentrix

Cloud-ERP kommt für Sie in Frage, wenn…
  • Sie und Ihre Mitarbeiter zu jeder Zeit und von jedem Ort der Welt aus uneingeschränkt auf das ERP-System zugreifen möchten.

  • Sie den mit einer ERP-Implementierung verbundenen Aufwand sowie alle anfallenden Betriebskosten innerhalb Ihrer Firma so gering wie möglich halten wollen.

  • Sie Ihre komplette IT-Abteilung auslagern möchten, sodass Sie mit Inbetriebnahme, Wartung und Co. keinerlei Arbeit haben.

Insbesondere Start-ups, Gründer, Selbstständige und KMU mit schmälerem Portemonnaie entscheiden sich gerne für Cloud-ERP-Software.

Beispiele für bekannte Cloud-ERP-Systeme sind:

  • deltra orgaMAX

  • abas ERP

  • proALPHA

  • WaWision

  • APplus

  • SAGE 100

  • DATEV

  • faveo 365

  • myfactory

  • kameonERP

  • ams.erp

  • weclapp

  • Infor ERP LN

  • enfore

  • Scopevisio

ERP als Open Source: Welche Programme gibt es kostenlos?

Seit einiger Zeit gewinnen ERP-Systeme im Bereich Open Source immer mehr an Bedeutung. Allerdings dürfen Sie Open-Source-Software nicht synonym mit Freeware verwenden. Zwischen beiden System-Varianten gibt es nämlich eine Reihe von Unterschieden, welche für den ERP-Betrieb relevant sind.

Was ist ein Open-Source-ERP-System?

Grundsätzlich versteht man unter Open-Source-Software (OSS) spezielle Programm-Lösungen, die folgende Voraussetzungen erfüllen:

Dass viele Open-Source-Programme gratis genutzt werden dürfen, hängt damit zusammen, dass entsprechende Software-Anbieter in der Regel keine Lizenzgebühren für ihre Produkte verlangen.

Wo genau liegen die Unterschiede zu Freeware?

Obwohl Freeware ebenfalls frei und kostenlos nutzbar ist, meint diese Software-Variante im Gegensatz zu Open Source etwas komplett anderes: Während OSS-Systeme nämlich über einen frei zugänglichen und beliebig veränderbaren Quellcode verfügen, ist Freeware urheberrechtlich geschützt. Das bedeutet, Anwender haben grundsätzlich keine Berechtigung, Freeware zu verändern oder etwas daran zu bearbeiten. Im Hinblick auf Enterprise-Resource-Planning-Lösungen spielt dieser Aspekt eine wichtige Rolle: Der Quellcode von ERP-Systemen im Bereich Open Source darf nämlich jederzeit in abgeänderter Form weiterverbreitet werden. Damit eignet sich ein Open-Source-ERP optimal für Customizing - also der Möglichkeit, das ERP-Programm jederzeit an die Geschäftsprozesse anzupassen und zu skalieren. Der Quellcode kann dafür einfach immer wieder neu angepasst werden. Freeware in diesem Bereich ist hingegen vielmehr mit einer ERP-System-Demo vergleichbar.

Einige bekannte Anbieter von ERP-Systemen als Open-Source-Lösung sind zum Beispiel:

Für wen kommt ein ERP-Open-Source-System in Frage?

Sie haben sich gerade selbständig gemacht oder ein Startup gegründet und müssen nun Geld sparen? Ihnen reicht ein überschaubares Enterprise-Resource-Planning-Programm mit einfachem Aufbau zunächst aus? Unter diesen Umständen ist ein ERP-System im Bereich Open Source die passende Business-Software-Lösung für Sie und vor allem für junge Gründer eine preisgünstige Alternative zu kostenpflichtigen Produkten.

Ihnen muss jedoch bewusst sein, dass Sie mit einem Open-Source-ERP früher oder später an Grenzen stoßen werden - gerade dann, wenn Ihr Betrieb wächst oder neue Geschäftsbereiche hinzukommen. ERP-Systeme im Bereich Open Source können langfristig nicht mit kostenpflichtiger Unternehmenssoftware mithalten. Aus diesem Grund empfiehlt es sich für kleine und mittelständische Firmen (KMU) sowie für Großunternehmen, von vornherein in ein modernes Programm zu investieren, welches auch in Zukunft mit ihrer Firma und deren Anforderungen mithalten kann. Bei den Punkten Zuverlässigkeit, Modul-Umfang und Performance können viele ERP-Systeme im Bereich Open Source kostenpflichtigen ERP-Produkten aktuell nämlich noch nicht das Wasser reichen.